Padua Stadt der Kunst

Padua und Ihr Gebiet

Il Burchiello - Padova

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Angeli GuarientoPadua Stadt der Kunst
Padua, nur 30 km von Venedig entfernt, ist eine der ältesten und gleichzeitig eine der dynamischsten Städte Italiens.
In der eleganten Innenstadt, reich an fantastischen Zeugnissen mittelalterlicher Kunst, der Renaissance und moderner Architektur, atmet der Besucher diese spezielle typische Mischung aus modernem Lebensstil und intensiver Atmosphäre alter Traditionen.
Früher Patavium genannt, war Padua seit Beginn des 4. Jahrhunderts vor Christi das wichtigste Zentrum der Veneter, und infolge eine der blühendsten Städte des römischen Reiches.
Im Jahre 602 wurde die Stadt von den Langobarden dem Erdboden gleich gemacht, und der Aufschwung ging sehr langsam von statten.
Im 12. Jahrhundert wurde Padua eine freie Gemeinde: in den darauf folgenden zwei Jahrhunderten erfährt Padua dank der Herrschaft der Carraresi (1338-1404) und einem religiösen, kulturellen und wirtschaftlichen Eifer den Höhepunkt ihrer politischen Macht. Die imposanten Stadtmauern, mehr als elf Kilometer lang mit fünf Toren und neunzehn Bastionen, die großen religiösen und zivilen Bauwerke, allen voran die Basilika des heiligen Antonius und die Universität, belegen bis heute die große Vergangenheit, dominiert von Persönlichkeiten wie Giotto, Guariento, Giusto de’ Menabuoi und Altichiero.
Im Jahre 1405 wurde Padua an das venezianische Festland angeschlossen und kam unter dessen Herrschaft, aber es behielt die künstlerische Führung bis Mitte des 15. Jahrhunderts dank Donatello und Mantegna.
Im 16. Jahrhundert erfuhr Padua unter der Regierung der Serenissima einen erneuten Aufschwung: Es entstanden neue öffentliche Gebäude und erhabene Kirchen: Die vier Jahrhunderte dauernde venezianische Herrschaft fand ihren Ausklang Ende des 18. Jahrhunderts mit der Gestaltung des Prato della Valle.
1866 wurde Padua Teil des italienischen Königreichs , beteiligte sich an den kriegerischen Ereignissen wie die der beiden Weltkriege, und musste unzählige Bombardierungen hinnehmen. Nach Kriegsende erfuhr die Stadt eine schnelle Entwicklung, die sie zu einem der wichtigsten Wirtschaftszentren Norditaliens machte.
Padua ist eines der meist besuchten Reiseziele Italiens; Das religiöse Erbe ist außergewöhnlich reich: beginnend mit der Basilika des hl. Antonius, dem herrschaftliche Tempel, dessen Bau 1232 begann und der in seinem Inneren Meisterwerke von höchstem künstlerischen Wert birgt. Andere wichtige Kirchen sind die Basilika der hl. Giustina und der Dom mit dem angrenzenden Baptisterium aus dem 12. Jahrhundert, welches vollständig mit Fresken von Giusto de’ Menabuoi ausgemalt ist.
Ein weltweit einzigartiges Meisterwerk ist die Cappella degli Scrovegni; der Innenraum der Kapelle ist mit zwischen 1303 und 1305 entstandenen Fresken von Giotto ausgeschmückt worden, die Szenen aus dem Leben von Jesus und Maria darstellen.
Aber Padua präsentiert auch viele bedeutende Paläste und bürgerliche Gebäude, allen voran den Palazzo della Ragione, 1218 erbaut und auf Grund seiner Großartigkeit mit keinem öffentlichen Gebäude in anderen europäischen Städten der Gemeindeepoche zu vergleichen.
Padua ist auch Standort der altehrwürdigen Universität, deren historische Einrichtungen für die Öffentlichkeit zugänglich sind, wie zum Beispiel der Palazzo del Bo, der das Teatro Anatomico (Anatomie-Hörsaal) beherbergt, der Orto Botanico (Botanischer Garten), sowie verschiedene Museen der Universität als auch die Specola, (astronomisches Observatorium).
Schön sind auch die verschiedenen Plätze Paduas, angefangen vom überwältigenden Prato della Valle bis zur Piazza dei Signori, delle Erbe, della Frutta, die dem Besucher beim Begehen der Strassen gesäumt von Säulengängen die Architektur der Paläste zeigen, den Palazzo della Ragione, la Torre dell'Orologio (Uhrenturm), la Loggia della Gran Guardia… zuletzt das berühmte historische Caffè Pedrocchi.
Padua ist jedoch auch die Stadt großer Events und Kunstausstellungen, die im Palazzo della Ragione, im Palazzo Zabarella, antiker Wohnsitz der Carraresi, oder im Centro Culturale San Gaetano (kulterellen Zentrum) in der via Altinate gezeigt werden.


BoatPadua und sein Flussschifffahrtstourismus
Padua, 30 km von Venedig entfernt, war schon immer eine der großen Wasserstädte. Zwischen dem Fluss Brenta und dem Fluss Bacchiglione gelegen, hat Padua in der Vergangenheit eine intensive Flussschifffahrt entwickelt, die zum Mittelpunkt des Flussverkehrs vom Festland nach Venedig wurde.
Der wohl berühmteste Flusslauf ist der von Padua nach Venedig, entlang der Riviera del Brenta, von venetischen Villen gesäumt. Bereits von Dante Alighieri in der Divina Commedia erwähnt, von Casanova, Galileo, Byron, d'Annunzio häufig besucht; von Tiepolo und Canaletto gemalt; von Goethe und Goldoni gerühmt, empfing die Riviera del Brenta königliche Gäste aus Frankreich und Russland, Napoleon, die Habsburger und die Savoyer.
Seit Beginn des XVI. Jahrhunderts wurden die von Venedig aus mühelos schiffbaren Flüsse von prunkvollen und reichlich mit Fresken bemalten Villen gesäumt.
Der Brentakanal, der Venedig mit Padua verband, war groß in Mode, daher entstanden dort mehr als siebzig venetische luxuriöse Villen.
Hier verbrachten die wohlhabendsten Adeligen ihre Ferien, indem sie mit bequemen Booten, “Burchielli” genannt, von Venedig aus den schiffbaren Brentakanal hinauf fuhren; diese Wasserfahrzeuge wurden durch Ruder vom Markusplatz bis Fusina betrieben, von wo aus sie von Pferden bis nach Padua entlang der Riviera del Brenta gezogen wurden.
Heute werden üblicherweise alle Motorboote, die den Brentakanal von Padua nach Venedig und umgekehrt befahren, allgemein als Burchielli bezeichnet. Als Erben alter Traditionen gleiten diese modernen und komfortablen Schiffe langsam über die Gewässer der Brenta, während die Reiseführer an Bord über die Geschichte, Kultur, und Kunst erzählen, über die Großartigkeit Paduas und der Villen der Brenta, und bei den schönsten und berühmtesten Villen anhalten, um die Innenräume in Begleitung eines Fremdenführers zu besichtigen, die mit dem Vermächtnis von illustren Namen wie Palladio und Tiepolo in Verbindung stehen.
Man geht in Padua an Bord der Boote und erreicht nach fünf Schleusen, die es erlauben, einen Höhenunterschied des Wasserstandes von 10 m zu überwinden, und neun Drehbrücken nach etwa zehn Stunden Schifffahrt Venedig. Dieselbe Schiffsroute erfolgt auch von Venedig nach Padua.


EstePadua mittelalterliche Stadt und die mit Stadtmauern umgebenen Städte des Hinterlandes
Padua, mittelalterlich geprägte Stadt mit langen Säulengängen, alten Stadttoren, Stadtmauern und mächtigen Bastionen, ist eine der ältesten und zugleich dynamischsten Städte Italiens. Im eleganten Stadtzentrum, das reich an prachtvollen Architekturbeispielen aus dem Mittelalter und der Renaissance ist, atmet man eine einzigartige Atmosphäre, die den Rhythmus einer Metropole mit jahrtausende alten Traditionen verbindet.
Und die herrlichen, mit Stadtmauern befestigten Städte Monselice und Este mit ihren Burgen, mächtige Monumente der Vergangenheit, Überreste der faszinierenden und geheimnisvollen Welt des Mittelalters.
Und noch zwei alte Städte mit einer mittelalterlichen Stadtmauer, deren Ring zur Gänze intakt erhalten ist: Montagnana, an der äußersten Grenze südwestlich von Padua, deren zwei Kilometer lange Stadtmauer mit befestigten Stadttoren und vierundzwanzig zinnenbewehrten Türmen versehen ist, und Cittadella, an der äußersten nördlichen Grenze, anerkannt als einmaliges Beispiel in Europa eines vollständig erhaltenen mittelalterlichen befestigten Ortes im Flachland in Ellipsenform, mit einer eineinhalb Kilometer langen und 13 Meter hohen Mauer und 32 Türmen.
Folglich ein Gebiet reich an mittelalterlichen Dörfern und befestigten Städten, öfters Schauplatz von Gedenkfeiern.
In der Tat gibt es während des ganzen Jahres zahlreiche mittelalterliche Veranstaltungen, wie zum Beispiel la Grande Festa Medievale (das große mittelalterliche Fest) in Bevilacqua, la Giostra della Rocca (das Turnier der Burg) in Monselice oder Il Palio dei Dieci Comuni (das Pferderennen der 10 Gemeinden) und il Capodanno Medievale (das mittelalterliches Neujahr) in Montagnana , le Voci dall'Evo di Mezzo (die Stimmen aus dem Mittelalter) in Cittadella, nur um einige zu nennen. Außer den historischen Gedenkfeiern gibt es auch noch Feste mit typischen Produkten der Region, Antiquitätenmärkte und musikalische Veranstaltungen.


Villa EmoPadua, ein Gebiet mit vielen Abteien, Villen und Parkanlagen
Während eines Aufenthalts in Padua entdeckt man auch die Architektur und Kunst antiker adeligen Wohnsitze.
Herrliche venezianische Villen, aristokratische Landsitze im Gürtel rund um Padua, in den Hügeln und in den venezianisch geprägten Gebieten, oft umgeben von großzügigen Gärten und Parkanlagen, bilden architektonische Komplexe, in denen sich landwirtschaftliche Bedürfnisse mit spielerischen Ansprüchen vereinen.
Und auf der Wegstrecke, eine Rast in der Stille und Eintracht einer Abtei. Alte Zentren von Reichtum und Macht, die antiken Abteien in der Hügellandschaft oder in Bonifizierungszonen errichtet, beinhalten häufig Kunst- und Kulturschätze.


Euganean HillsNaturpark der Euganeischen Hügell
Die Naturliebhaber können in der grünen Landschaft des Regionalparks der Euganeischen Hügel abenteuerliche Ausflüge unternehmen, ein zauberhaftes Naturgebiet, indem Klostergebäude, elegante Villen, Reste von mittelalterlichen Burgen und Weinkeller verstreut sind, in denen man Wein und andere Erzeugnisse der Gegend verkosten kann. Die Euganeischen Hügel sind ein regelrechtes Naturgebiet, vom Regionalpark geschützt, gekennzeichnet durch eine reiche und vielfältige Vegetation und durch ein Stück Land, das in jeder Jahreszeit kostbare Früchte hervorbringt: köstliche Waldfrüchte, Kirschen, Erdbeeren, Brombeeren, Brustbeeren, Granatäpfel, Feigen, delikate wild wachsende Kräuter, Trauben, feinster Honig und Öle, hergestellt nach 700 jähriger Tradition.
Begehrter Wohnsitz von Adeligen und venezianischen Patriziern, die hier ihre “Bergvillen” bauten, um dort die Sommerfrische zu verbringen. Die Gegend der Euganeischen Hügel schmückte sich mit prächtigen Villen, monumentalen Gartenanlagen, großflächigen Parkanlagen, von Meisterarchitekten jeder Epoche entworfen, mit Labyrinthen aus Buchsbaumhecken, eindrucksvollen Freskenzyklen, deklamierenden Statuen, jahrhunderte alten Bäumen und Wasserspielen. Hier windet sich die Weinstrasse durch die Euganeischen Hügel, ein weingastronomisches Paradies, wo der Weinverschnitt und die örtlichen Traditionen bei den besten, jahreszeitlich bedingten Erzeugnisse aus Garten, Feld , Innenhof, Weinberg und den spontan wachsenden Kräutern ihren Ursprung finden. Zahlreiche Restaurants, Bauernhöfe und Weinkeller bieten ihre Gastfreundschaft an und laden zur Wiederentdeckung der Weine und der kulinarischen Genüsse dieser Gegenden ein.


Euganean HillsDie Weinstraße
Auf den Euganeischen Hügeln Wein zu erzeugen ist seit jeher eine Kunst, begünstigt durch die Beschaffenheit der Weinberge und des Klimas. Die Rebstöcke vom Consorzio Tutela dei Vini DOC der Euganeischen Hügel erzeugen garantierte Weine, unter ihnen den Colli Euganei Rosso, den Colli Euganei Bianco, den Cabernet Franc, den Cabernet Sauvignon, den Pinot Bianco, den Chardonnay, den Merlot, den Serprino, den Novello, den Moscato, den Fior d’Arancio, den Pinello.
Die freiwillige Genossenschaft zum Schutz der Weine Euganeische Hügel DOC ist seit 1972 Anlaufstelle und Garantie für die Erzeugung von DOC-Weinen: sie kümmert sich um Verkaufsförderung und Kontrolle, damit der Verbraucher auf seinem Tisch stets Weine vorfindet, die laut dem Genossenschaftsmarkenzeichen alle physischen und organischen Merkmale vorweisen, die nur der Boden der Euganeischen Hügel hervorbringen kann.
Der Verlauf der Weinstrasse der Euganeischen Hügel führt in den Regionalpark der Euganeischen Hügel.
Hier wird der Reisende auf Bauernhöfen und in Weinkellern empfangen, wo er eine angenehme Rast einlegen kann, um Weinproben mit Imbissen der typischen Erzeugnisse zu kosten.
Eine weitere weingastronomische Route ist lo Stradon del Vin Friularo, die in Padua beginnt und gegen Süden längs der antiken Via Conselvana, bei Conselve vorbei und nach Bagnoli hinunter führt. Bereits von Ruzzante und Carlo Goldoni geschätzt und besungen, hat der Vino Friularo seit den Anfängen des 20. Jahrhunderts eine große Menge an Medaillen und nationalen sowie internationalen Auszeichnungen erhalten. Außer den Sorten “classico” und “riserva” kann der Friularo auch mit der Qualität eines “Vendemmia Tardiva” und “Passito” verkostet werden. In Bagnoli ist außerdem eine Genbank gegründet worden, welche alte Weinreben vor Zeiten der Reblaus verwahrt. Das Gebiet, von der Stradon del Vin Friularo durchzogen, bewahrt eine vorherrschende rurale Beschaffenheit, mit sehr verwurzelten alten und eifersüchtig behüteten Traditionen.


FoodDas Padua der Genüsse
Eine Gegend zu besuchen, heißt aber auch, das Wissen und die kulinarischen Genüsse der örtlichen Tradition zu entdecken. Die Jahrhunderte lange gastronomische Tradition Paduas wurzelt in einfachen Produkten aus dem Gemüsegarten, dem Innenhof, dem Weinberg, einer “Fülle” an Wurstspezialitäten, in je nach Jahreszeit bedingten Obstsorten und, in einigen Gegenden, ebenfalls je nach Jahreszeiten, in wild wachsenden Kräutern. Die große Mannigfaltigkeit des paduanischen Gebiets mit seinen unterschiedlichen Charakteristiken wie Tal, Lagune, Fluss, Hügel und Ebene, bietet der Küche eine immense Abwechslung an Produkten. Unter den ersten Gängen ist ein reicher paduanischer Risotto mit verschiedenen Fleisch- und Gemüsesorten Pflicht, ebenso wie der Risotto mit Hühnerinnereien, ausgezeichnete Risotti mit wild wachsenden Kräutern, mit Erbsen, mit Wachteln oder mit Radicchio; zu empfehlen hausgemachte Nudeln, angefangen von “bigoi” mit Entenfleisch bis zu tagliatelle mit Gansfleisch und Kürbis, von pappardelle bis pasticci (im Ofen gebackener Nudelauflauf) und sfornati (Frisches aus dem Backrohr); die zweiten Gänge mit gefüllter Ente, Ente mit Früchten, paduanisches Huhn, Kaninchen, Spieße mit Taube und mit Perlhuhn, gebackenes Huhn, Fleisch mit Tomatensoße und gegrilltes Fleisch oder gegrillter Fisch; abschließend Torten und Obstkuchen mit Kompott oder frischen Früchten, Süßspeisen mit Zabaionecreme und Muskateller und “pinze” al mais (Nachtisch aus Maismehl mit getrockneten Früchten). Die Vorschläge aus der Küche lassen sich mit den süffigen paduanischen Weinen kombinieren, die seit jeher bekannt und von Petrarca und von Ruzante lobgeredet wurden, und heute mit Seriosität und Kompetenz der zum Konsortium D.O.C: Weine der Colli und Bagnoli zusammengeschlossenen Winzer wieder angeboten werden.